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Tolia Astali/Dylan Peirce, Eva Berendes, Michael Dean, Koenraad Dedobbeleer, David Jablonowski, Guillaume Leblon, Italo Zuffi
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‘Certificates of authenticity are a critical aspect of art works
today’
Susan Hapgood und Cornelia Lauf
Echtheitsbescheinigungen sind heutzutage für Kunstwerke ein kritischer Aspekt. Sie verkörpern häufig sogar das Kunstwerk selbst, während sie sich darauf beziehen, und dienen als dessen Urkunde, rechtsgültige Erklärung und steuerliche Abrechnung. Bescheinigungen von Künstlern bestätigen die Urheberschaft und Originalität des Werkes und ermöglichen es, dass das Kunstwerk als Markenprodukt auf dem Markt positioniert werden kann, egal, wie immateriell oder vergänglich das Produkt auch sein mag. Obwohl die inhärente Bedeutung eines bestimmten Kunstwerkes für das Auge des Kenners selbstverständlich sein sollte, sind Bescheinigungen auf andere Aspekte ausgerichtet und beweisen, dass das Material oder ästhetische Qualitäten eines Objekts bei der Schaffung des Kunstwerkes eventuell nicht ausreichend sind. In unserer globalisierten, kapitalistischen Gegenwart ist die Bescheinigung und ihre Implikationen über künstlerisches Denken zu einem Wirtschaftsinstrument geworden sowie zu einer philosophischen Aussage über die Art eines Kunstwerkes.
Bescheinigungen besitzen rechtliche und ontologische Implikationen, die sie zu faszinierenden Dokumenten der sich verändernden Haltung gegenüber Kunst und der Rolle der Künstler machen.
Mit Beispielen von Künstlerbescheinigungen aus den letzten fünfzig Jahren zeigt diese Ausstellung, wie sich die Rollen geändert und entwickelt haben und auch wie sich die Materialien und Inhalte der Kunst geändert haben. Kurze didaktische Texte helfen dem Betrachter bei der Kontextualisierung jedes Ausstellungsstückes. Diese Ausstellung ist mit den einerseits äußerst offiziell aussehenden gedruckten Dokumenten, die eine Imprimatur der Institutionalisierung besitzen, und andererseits gehetzten Aufzeichnungen, die bei der Festlegung und Definierung der Parameter eines bestimmten Kunstwerkes die gleiche bestimmende Funktion besitzen, für ein breites Publikum, von Kunstliebhabern bis Anwälten und von Studenten bis Ästheten interessant.
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Mit der Ausstellung One Voice makes Two Perspectives schafft Kelly Schacht (Belgien, 1983) eine Verbindung zwischen dem Ausstellungsraum und dem Zuschauer. Sie analysiert den Raum als ein Podium, auf dem der Zuschauer eine aktive Rolle erhält.
Sie stellt ebenfalls eine Verbindung zwischen dem sozialen Raum des Marktplatzes, an dem sich die Vleeshal befindet, und der Geschichte der denkmalgeschützten Räumlichkeiten der Vleeshal her, indem sie den historischen Statuen, die einstmals von der Fassade aus den Marktplatz überblickten und jetzt eine neue Heimat in der Vleeshal gefunden haben, eine Rolle zuteilt. Sie sind statisch im Raum aufgestellt, als schweigende, aber allgegenwärtige Zeugen des Treibens in der Vleeshal.
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Foto(s): Johan Nieuwenhuize, Esther Kokmeijer
Die Ausstellung On Time, In Place ist ein Dialog zwischen Johan Nieuwenhuize und Esther Kokmeijer. Das Werk der beiden Künstler, das in De Kabinetten präsentiert wird, ist eine Sammlung besonderer Orte und Momente.
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Die dritte Ausstellung der Reihe Published by wird nach Roma Publications und Castillo Corrales von dem Londoner Kollektiv Åbäke zusammengestellt. Unter dem Titel Published by Åbäke, Exhibited by De Vleeshal, Loaned by Zeeuwse Bibliotheek, Sold by De Drvkkery, Resold by De Boekenbeurs setzt Åbäke zwischen einigen „Aufbewahrern von Büchern“ in Middelburg einen Dialog in Gang.
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Das englische Wort plot bedeutet nicht nur „Handlung“, sondern auch „Grundstück“. Um diese doppelte Bedeutung geht es bei A Plot, der ersten Einzelausstellung von Mandla Reuter in den Niederlanden. Für diese Ausstellung wurde Erde von einem vom Künstler erworbenen Grundstück in Los Angeles nach Middelburg transportiert. Ein dort gefundener Pfeiler wurde in den Boden des Ausstellungsraumes eingelassen. Ein kleiner Teil von Los Angeles, einer Stadt, deren Bild in der öffentlichen Wahrnehmung stark zwischen Fiktion und Wirklichkeit schwankt, wurde so zu einem Teil der Ausstellung. Die Synthese von Fiktion und Wirklichkeit ist das Thema, das der deutsche Künstler abzugrenzen versucht.
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Bei seiner ersten Einzelausstellung in den Niederlanden stellt der französische Künstler Benoît Maire unter dem Titel The Object of Criticism den zweiten Teil seines philosophischen Erkundungsprojekts Aesthetics of the Differends vor. In der Ausstellung versuchen fünf Kunstwerke eine Antwort auf die Frage „Was ist der Gegenstand der Philosophie?“ zu finden. Der Künstler versteht die Philosophie als eine Kritik (eine analytische Kritik) und der Gegenstand der Kritik kann als der Gegenstand der Philosophie verstanden werden.
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Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der SBKM (Stiftung Bildende Kunst Middelburg) (1991–2011) wird in De Kabinetten von De Vleeshal eine Übersicht der Aktivitäten dargestellt, die die Stiftung in der Vergangenheit entfaltet hat.
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Der deutsche Künstler Olaf Nicolai präsentiert sein neues Projekt in De Vleeshal, das insbesondere auf den Ausstellungsraum abgestimmt ist und auf Robert Schumanns Humoreske Opus 20 für Klavier beruht.
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Foto(s): Leo van Kampen, Kees Brandenburg
(Im Vogelflug)
Basilica di San Francesco d’Assisi
Fast zehn Jahre nach der letzten Zusammenarbeit mit Marinus Boezem präsentiert SBKM De Vleeshal ein neues Projekt dieses Künstlers, das den Titel „Im Vogelflug“ trägt und aus drei Teilen besteht: einer Veröffentlichung, einer Ausstellung im Ausstellungsraum von De Vleeshal und einer Multimedia-Installation. Drei Beiträge zu ein und demselben Werk, das die für Boezem so typischen Themen, wie der Flug und die Kathedrale, miteinander verbindet und die Poesie von Franziskus von Assisi mit zeitgenössischer Kunst vermischt.
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Ein Projekt der Dena Foundation for Contemporary Art
in Zusammenarbeit mit dem Freizeitamt der Stadt Mailand,
De Vleeshal in Middelburg und der Fondation d’entreprise Ricard in Paris.
Eine Ausstellung von Francesca di Nardo, und Lorenzo Benedetti.
Mit Unterstützung des Istituto italiano di cultura in Paris.
Teilnehmende Künstler und Organisationen
Linda Fregni Nagler (Italien), Mark Geffriaud (Frankreich), Invernomuto (Italien), Jeroen Kooijmans (Niederlande), Irene Kopelman (Niederlande), Benoît Maire (Frankreich), Diego Marcon (Italien), Richard Sympson (Italien), Clément Rodzielski (Frankreich), Roma Publications (Niederlande), Batia Suter (Niederlande), Raphaël Zarka (Frankreich)
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castillo/corrales ist ein kollektiv und kooperativ organisierter Ausstellungs- und Veranstaltungsraum im neunzehnten Arrondissement von Paris (Belleville). Er wurde 2007 als Raum gegründet, in dem eine Gruppe von Künstlern und unabhängigen Kuratoren und Schriftstellern ihre unterschiedlichen Praktiken und Auffassungen über Kunst in diskursiver Bewegung durch das Organisieren von Ausstellungen und Veranstaltungen zum Ausdruck bringen konnten: Lesungen, Interviews, Buchvorstellungen. Castillo/Corrales betreibt in diesem Gebäude auch einen Buchhandel (Section 7 Books) und einen Verlag (Paraguay Press)
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